Eiskaffee: Kühler Koffeingenuss mit zahlreichen Varianten

Von wegen kalter Kaffee – Eiskaffee ist ein Klassiker, der jeden Sommer ein Comeback erlebt. Als Caffè freddo wird er in Italien traditionell als mit eiskaltem Wasser verlängerter, oftmals gesüßter Espresso, als Café frappé in Griechenland und auf Zypern als kalt aufgeschäumter Kaffee mit Eisstückchen serviert. Und auch wenn heute gerne mal auf fertig gemischte Pulvertütchen zurückgegriffen wird – ein selbst zubereiteter Eiskaffee ist ein Genuss, der die kleine Mühe durchaus wert ist!

Eiskaffee zubereitenDie wohl einfachste, klassische Form der Zubereitung ist, einen Filterkaffee zu kochen, diesen erkalten zu lassen und dann wahlweise mit Milch anzureichern oder zusätzlich mit Zucker zu süßen. Für die italienische Variante kann der Kaffee natürlich durch Espresso ersetzt werden. Eisdielen servieren häufig ein oder zwei Kugeln Vanilleeis statt Eiswürfel im kühlen Kaffee. Beim Verfeinern des selbst gezauberten Erfrischungsgetränks sind der Phantasie aber keine Grenzen gesetzt: Ob mit einem Schuss Haselnuss-, Zimt- oder Walnusssirup oder auch einem Kaffee- oder Sahnelikör – der Eiskaffee bietet Raum für unzählige Geschmacksvariationen. Für den sogenannten Schwarzwälder Eiskaffee gibt man in den kalten Filterkaffee neben Zucker und Vanilleeis noch einen guten Schuss Kirschwasser.

Aber auch moderne Klassiker der Kaffeekultur lassen sich in ein sommerlich-erfrischendes Koffeingetränk verwandeln, wie zum Beispiel Latte Macchiato. Hierzu gibt man 150 Milliliter Vanilleeis und die gewünschte Menge kalte Milch, sowie einen Esslöffel Zucker in ein hohes Glas. Eine Tasse Espresso über einen Löffel dazu schütten und nach Belieben mit Kakao- oder Schokostreuseln garnieren und schon ist der Sommertag gerettet. Oder wie wäre es mit einem flambierten Eiskaffee für den Abend? Hierzu einfach Kaffee aufbrühen und Vanillezucker zugeben. Den erkalteten Kaffee über einige Kugeln Vanilleeis in ein Glas gießen, hochprozentigen Rum oder Cognac mit Würfelzucker erhitzen, anzünden und über den Kaffee gießen. Auch mit Haselnuss- oder Stracciatellaeis schmeckt diese hochprozentige Eiskaffee-Variante.

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich auch die Variation des Frozen Cappuccino. Für seine Zubereitung benötigt man einen Mixer, in den eine Tasse Espresso, etwa eine dreiviertel volle Tasse Milch, einen Teelöffel braunen Zucker und 60 Gramm Eiswürfel gibt. Nach dem Mixen der Zutaten kurz stehen lassen und dann in ein Glas füllen. Natürlich kann man auch hier statt des Rohrzuckers Zuckersirup nehmen oder andere Sirupvariationen nach Belieben einsetzen. Eine andere Spezialität ist der Wiener Eiskaffee. Hier wird das Vanilleeis direkt in den noch warmen Kaffee gegeben, anschließend Milch und Zucker beigefügt und das Ganze sorgfältig verrührt. Diese süße Mischung kommt dann für zwei Stunden ins Tiefkühlfach. Vor dem Servieren die Melange kurz nochmal aufschlagen und nach Wunsch mit ein wenig Rahm servieren. Für eine fruchtige Variation des kalten Kaffees nimmt man zwei Esslöffel frisch aufgebrühten oder löslichen Kaffee, rührt einen Esslöffel Zucker hinein und lässt das Getränk abkühlen. Auf etwa 250 Gramm steif geschlagene Sahne gibt man 100 Milliliter Orangensaft und den Kaffee. Das Ganze gut vermischen und 320 Gramm Vanilleeis dazugeben, abschließend mit Kaffeebohnen und, falls gewünscht, zusätzlicher Schlagsahne servieren. Wer es lieber etwas stärker mag, kann einen gekühlten doppelten Espresso als Basis nehmen und diesen mit ein bis zwei Kugeln Eis, sowie etwas aufgeschäumter Milch verfeinern.

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1 Kommentar zu “Eiskaffee: Kühler Koffeingenuss mit zahlreichen VariantenKommentar schreiben →

  1. Vielen Dank für die Rezepte! Jetzt, wo die Temperaturen wieder milder werden, kommt bei mir die Vorfreude auf den ersten Eiskaffee auf. Im letzten Sommer habe ich meist die klassischere Variante (Espresso, Eiswürfel, etwas Agavendicksaft) genossen. Als nächstes werde ich den Frozen Cappuccino probieren!

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