Instantkaffee – Hot or Not

Instantpulver - eine Alternative zu Bohnenkaffee?
Instantpulver – eine Alternative zu Bohnenkaffee?

Ob für den schnellen Kaffee im Büro oder beim Camping, von vielen Feinschmeckern verteufelt, gehört lösliches Kaffeepulver noch immer zu den Favoriten im Kaffeehandel. Doch was ist eigentlich dran am schlechten Ruf des praktischen Heißgetränks ohne viel Schnickschnack? Um das herauszufinden, nehmen wir heute die Herstellung des schnellen Kaffees unter die Lupe und checken, wie gesund oder ungesund er für unseren Körper ist. Außerdem wollen wir euch nicht vorenthalten, welche löslichen Kaffees wir euch empfehlen würden.

Wer hat den Instantkaffee überhaupt erfunden?

Fälschlicherweise wird die Erfindung des Kaffeepulvers oft dem japanischen Wissenschaftler Satori Kato im Jahre 1901 zugeschrieben. Der eigentliche Erfinder war hingegen David Strang aus Invercargill in Neuseeland, der 1890 mit dem löslichen Pulver den Kaffeekonsum revolutionierte und seine Innovation auch alsbald patentieren ließ. Den Grundstein zur industriellen Produktion der neuartigen Form des Kaffees legte allerdings erst der Lebensmittelkonzern Néstle im Jahre 1938. Mit dieser neuen Art der Verarbeitung konnte auch in erntereichen Jahren deutlich mehr Kaffee eingelagert und somit dem Wertverlust entgegengewirkt werden.

Und was genau passiert bei der Herstellung des löslichen Kaffeepulvers?

Zunächst einmal wird auch bei der Herstellung von Instantkaffee die ganze Bohne ganz normal geröstet und gemahlen. Nur die Röst- und Mahlgrade verändern sich ein wenig – die Röstung fällt etwas stärker aus und der Mahlgrad etwas gröber. Anschließend werden die löslichen Bestandteile des Kaffees extrahiert. Dafür wird dieser Perkolatoren gefüllt, in denen dann 200°C heißes Wasser durch den Kaffee hindurch gepresst wird. Das nun entstandene Kaffeeextrakt wird dann in einer Eindampfanlage gesammelt und entweder sprüh- oder gefriergetrocknet.

Bei der Sprühtrocknung wird das Extrakt unter hohem Druck durch Zerstäuberdüsen in einen sogenannten Sprüh- oder Trockenturm gedrückt und dort durch sehr heiße, trockene Luft getrocknet. Das Wasser verdampft und das feine Instantpulver ist fertig. Bei der Gefriertrocknung hingegen, wird das flüssige, heiße Kaffeeextrakt innerhalb von wenigen Sekunden bei Temperaturen von bis zu -50°C tiefgefroren. Nachdem die gefrorene Masse zerkleinert wurde, wird sie dann in einem Vakuum allmählich erwärmt, so dass das Wasser verdampft. Hierdurch entsteht schließlich der fertige Kaffee. Da das Pulver, das durch Gefriertrocknung hergestellt wird, deutlich aromatischer und wohlschmeckender ist, wird das sprühgetrocknete Kaffeepulver oft nur für fertige Cappuccino- oder Latte Macchiato-Pulver verwendet.

Ist lösliches Kaffeepulver ungesund?

Für alle, die den schnell zubereiteten Instantkaffee dem Maschinenkaffee vorziehen, kommt hier die Entwarnung: Da das lösliche Kaffeepulver, genau wie normaler Kaffee, nach dem Reinheitsgebot nur aus Kaffeeextrakt und Wasser besteht, ist er für die Gesundheit völlig unbedenklich und kann mit ruhigem Gewissen getrunken werden. Allerdings hat die Stiftung Wartentest im Jahre 2001 herausgefunden, dass das Instantpulver einen Nährboden für Schimmelpilze darstellt – immerhin haben acht getestete Pulver einen Pilzanteil von 1 – 3,3 Mikrogramm aufgewiesen. Stiftung Warentest hat diese Menge jedoch als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Ein kleiner Nachteil des Instantkaffees ist sein vergleichsweise geringer Anteil an Koffein – dieses geht bei dem komplizierteren Verarbeitungsprozess eher verloren als bei der Herstellung des Standardkaffees. Hinsichtlich einer höheren Kalorienzufuhr hat man beim Genuss des Kaffeepulvers auch nichts zu befürchten. Aber Vorsicht, das gilt nicht für die sehr zuckerhaltigen Instantkaffeemischungen für Getränke wie Cappuccino und Eiskaffee – sie sind meist klebrig-süße Kalorienbomben.

Welche Instantkaffees sind empfehlenswert?

Instant-Espresso von Cellini
Cellini – ein Instant-Espresso

Für alle, die gerne schnell und einfach einen ausgezeichneten Espresso oder Kaffee genießen, ist das Instantkaffeepulver von Cellini genau das Richtige. Dieser original italienische Kaffee besteht zu 80 % aus Arabica- und zu 20 % aus Robusta-Bohnen und liegt mit einem Preis von ca. 6 Euro pro 100 Gramm preislich im mittleren, für seinen einmaligen Geschmack völlig gerechtfertigten, Bereich.

Dauerbrenner unter den Instantkaffees - Nescafé
Nescafé – Dauerbrenner unter den Instant-kaffees

Ein wenig teurer wiederum ist der lösliche Pulverkaffee der Marke Nescafé (8-9 Euro/100 Gramm). Nescafé Gold Mild ist ein sehr ausgewogener und vollmundiger Kaffee mit einem angenehm milden Geschmack. Diese Instant-Variante empfiehlt sich für alle, die sich einen Kaffee wünschen, der sie wachmacht, aber nicht allzu kräftig ist.

Fair Trade Instantkaffee von Gepa
Wer’s fair will entscheidet sich für Instantkaffee von Gepa

Wer allerdings eher Instantkaffee aus biologischem Anbau sucht, ist mit dem Bio Café Benita von GEPA gut beraten. Er überzeugt durch sein volles Aroma aus 100 % Arabica-Bohnen sowie einen runden, milden Geschmack. Mit ca. 7,50 Euro pro 100 Gramm überzeugt uns dieser Fair-Trade und Bio-Kaffee nicht nur geschmacklich ganz besonders.

Fazit:

Instantkaffeepulver hat einen viel schlechteren Ruf als es verdient. Wer sich die einfachste Kaffeezubereitung für daheim, im Urlaub oder auch im Büro wünscht, hat keinen Grund vor dem schwarzen Pulver zurückzuschrecken – denn es steht der ganzen Bohne oder dem gemahlenem Maschinenkaffee in nichts nach. Wohl bekomms!

1 Kommentar zu “Instantkaffee – Hot or NotKommentar schreiben →

  1. Ich kann auch den Instant-Kaffee aus dem Vending-.Bereich wärmsten empfehlen. Dieser ist oft günstiger und die Auswahl ist einfach fiel größer als im Supermarkt. Anrühren kann man sie auch ganz normal in einer Tasse heißem Wasser.

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