Kaffeesatz lesen und was es damit auf sich hat

KaffeesatzEtwas im allmorgendlichen Kaffeesatz zu lesen ist heutzutage schon geflügeltes Wort geworden, diese Methode hat aber natürlich auch einen realen Ursprung und wird bis heute praktiziert. Um mit Hilfe des Kaffeesatzes die Zukunft voraus zu sagen, wird normalerweise eine Mokkasorte genutzt und es gibt wie in vielen Bereichen des Wahrsagens unterschiedliche Methoden. Bei dieser – im Fachjargon Kaffeedomantie genannten – Wahrsagemethode wird wie bei allen anderen Methoden durchaus auch ein Medium benötigt.

Das Medium kümmert sich beim Lesen des Kaffeesatzes darum, die entstandenen Ergebnisse zu deuten. Der Fragende ist dafür verantwortlich, mit seiner Energie den Kaffeesatz in eine bestimmte Form zu bringen, in der er trocknen kann und somit unterschiedliche Formen, Muster und Zeichen danach von dem anwesenden Medium gedeutet werden können. Weit verbreitete Methoden sind dabei das Verteilen des Kaffeesatzes auf einer Untertasse, das Umkippen der Kaffeetasse auf eine Untertasse oder das Lesen in der Tasse selbst. Bei allen Methoden muss der Fragende mit seinem Finger den Kaffeesatz umrühren und ihn somit dazu bringen in Unordnung zu gelangen, um dem Medium zu ermöglichen, diese Unordnung lesen zu können. Wie auch beim Bleigießen an Silvester gibt es dabei für alle denkbaren Symbole, auch weit verbreitete Deutungsvorschläge.

Entstanden ist das Kaffeesatzlesen vermutlich aus dem fernöstlichen Teeblätter lesen oder dem im römischen Reich weit verbreiteten Weinsatzlesen. Eine der ersten Erwähnungen des Kaffeesatzlesens ist Ende des 17. Jahrhunderts zu finden. Hier nutzte ein florentinischer Wahrsager diese Technik bei seiner täglichen Arbeit. Heutzutage ist das Lesen im Kaffeesatz vor allem in Südeuropa und im östlichen Europa verbreitet und wird vor allem von Frauen praktiziert. Im Allgemeinen ist es allerdings häufiger als Freizeitspaß, als ernsthafte Methode angesehen. Selbstverständlich gibt es aber auch viele Anhänger in Deutschland, bei denen man gegebenenfalls bei Interesse auch die unterschiedlichen Methoden erlernen kann. Ob und wie sehr man an die Wirkung glaubt, bleibt am Ende dann natürlich immer der eigenen Fantasie überlassen!

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