Milchaufschäumer im Test

Milchaufschäumer im Test

Was wäre ein Cappuccino ohne wunderbar cremigen Milchschaum? Glücklicherweise muss man dafür nicht jedes Mal zum nächsten Barista gehen. Wer auch Zuhause gern Kaffeespezialitäten mit Milchschaum genießen möchte, ist prinzipiell mit einem Kaffeevollautomaten gut beraten. Da ein solcher Vollautomat mit integriertem Milchaufschäumer allerdings relativ kosten- und wartungsintensiv ist, wollen wir an dieser Stelle Alternativgeräte zum Milchaufschäumen vorstellen.

Welche Arten von Milchaufschäumern gibt es?

Manueller Milchaufschäumer

Preis: 20-30€
Reinigung: Geschirrspülmaschine

Manueller Milchaufschäumer
Mit dem Bialetti Milchaufschäumer wird perfekter Milchschaum zur echten Handarbeit

Der manuelle Milchaufschäumer + erinnert optisch an eine Pressstempelkanne. Er besteht ebenso aus einer Kanne, meist aus Glas oder Edelstahl, und einem Sieb mit Hebel. Bei diesem Modell wird der Milchschaum durch das Sieb erzeugt, das durch Auf- und Abbewegungen Luft unter die Milch zieht. Da das Gerät ohne Strom auskommt, kann man es zur Reinigung getrost in den Geschirrspüler stellen. Den Aufwand, den man durch die Reinigung spart, hat man jedoch vorher beim Aufschäumen. Weiterhin muss die Milch, wenn der Schaum warm sein soll, extra erwärmt werden. Wer sich für einen manuellen Milchaufschäumer entscheidet, sollte für ein gutes Mittelklassemodell ca. 20-30 Euro einplanen.

Stab-Aufschäumer

Preis: 10-20€
Reinigung: Einfach von Hand mit warmem Wasser spülen

Stab-Milchaufschäumer
Der Klassiker unter den Milch-aufschäumern

Der Stab-Aufschäumer + ist meist batteriebetrieben und besteht aus einer Aufschäumspirale sowie einem Handteil mit integriertem Motor. Durch diesen wird die Spirale in Schwingungen versetzt, wodurch sie Luft unter die Milch schlägt und Milchschaum entsteht. Leider ist die Zubereitung von größeren Mengen Milchschaum mit diesem Gerät mühsam und auch hier muss die Milch, wenn gewünscht, unabhängig vom Aufschäumen extra erwärmt werden. Dafür ist die Reinigung der Aufschäumspirale unkompliziert: Einfach direkt nach der Benutzung gründlich mit warmem Wasser spülen, fertig. Auch über den Preis kann man bei dem vergleichsweise kleinen Küchenhelfer nicht meckern: Schon für 10 bis 20 Euro kann man ein durchaus leistungsfähiges Gerät erwerben. Aber aufgepasst, denn auch die Batterien wollen regelmäßig gewechselt werden – ökologisch und ökonomisch eher nachteilig.

Elektrischer Milchaufschäumer

Preis: 40-70€
Reinigung: Etwas aufwendigeres Spülen per Hand

Elektrischer Milchaufschäumer
Die Profi-Variante: Der elektrische Milchaufschäumer

Der elektrische Milchaufschäumer + ähnelt einem Wasserkocher, die Milch wird bis zur Markierung in das Gefäß eingefüllt und durch einen Rühr- und Aufschäumeinsatz automatisch aufgeschäumt. Die Energie wird dabei elektrisch übertragen. Das hat den Vorteil, dass die Milch sowohl kalt als auch warm aufgeschäumt werden kann. Bei vielen Geräten kann sogar die Wunschtemperatur eingestellt werden. In Sachen Reinigung kann der elektrische Milchaufschäumer leider nicht punkten: Durch seinen Stromanschluss muss er recht umständlich per Hand gereinigt werden. Preislich liegt ein qualitativ hochwertiger elektrischer Milchaufschäumer ungefähr zwischen 40 und 70 Euro. Dafür haben manche Modelle sogar eine Aroma-Klappe für Sirup – der absolute Clou für alle Süßschnäbel.

Induktions-Milchaufschäumer

Preis: 65-85€
Reinigung: Geschirrspülmaschine

Induktions-Milchaufschäumer
Absolutes High-End Modell: Der Induktions-Milchaufschäumer

Die Funktionsweise des
Induktions-Milchaufschäumers + ist prinzipiell dieselbe wie beim elektrischen Milchaufschäumer. Allerdings wird die Energie per Induktion auf das Gefäß übertragen. Somit ist die Reinigung hier um einiges simpler: Das Milchschaumkännchen kann einfach von der Stromquelle genommen und in den Geschirrspüler gestellt werden. Ansonsten bietet der Induktions-Aufschäumer die gleichen Vorzüge wie sein elektrisches Vorbild, der Reinigungsvorteil hat jedoch seinen Preis: Wer seine Milch gern mit einem leistungsfähigen Induktionsgerät aufschäumen will, sollte mindestens 65 bis 85 Euro einplanen.

Fazit: Welcher Milchaufschäumer eignet sich am besten?

Eines ist Fakt: Wer bereit ist, Geld in ein gehobeneres Modell zu investieren, bekommt einen „Schaumschläger“, der auch hält, was er verspricht. Ansonsten sollte man sich vor dem Kauf bewusst machen, für welche Zwecke man das Gerät benötigt und wie viel man bereit ist, dafür zu zahlen. Wer gern ab und an einen Cappuccino mit Milchschaum trinkt und nicht mehr als 20-30 Euro ausgeben möchte, ist mit einem manuellen oder Stab-Milchaufschäumer am besten beraten. Für alle, die gern täglich und ohne großen Aufwand Kaffee mit Milchschaum genießen wollen, empfiehlt sich allerdings eher ein elektrischer oder ein Induktions-Milchaufschäumer. Wer sich nun noch die lästige Reinigung sparen möchte und einen etwas höheren Preis in Kauf nimmt, trifft mit dem Kauf des Induktionsgerätes sicher die beste Wahl.

3 Kommentare zu “Milchaufschäumer im TestKommentar schreiben →

  1. Ich trinke gerne Cappuccino, um ehrlich zu sein sogar sehr gerne und ohne Milchschaum würde mir was fehlen.

    Ich habe mal ne Zeit lang einen Stab Aufschäumer benutzt, war da allerdings nicht sonderlich zufrieden mit, weswegen ich dann umgestiegen bin, benutze sogar den Induktions-Milchaufschäumer der hier verlinkt wurde. 😀

    Bin da mit total zufrieden, wobei meine kleine Kaffeemaschine auch Schaum zaubern kann, was aber alles andere als gut schmeckt und so wirklich Schaum scheint das auch nicht zu sein. 🙂

    Kann den Induktions-Milchaufschäumer nur empfehlen!

    LG

  2. Top Beitrag, der kurz und knapp alles auf den Punkt bringt.

    Ich durfte bisher 1 bis 3 Modelle zu allen Varianten ausprobieren, ob bei mir daheim oder bei Freunden. Mein Ergebnis: Es kommt auf den Geldbeutel und den Geschmack an!

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