Starbucks im Fokus der Justiz

Starbucks
Die beliebte aber dennoch oft polarisierende Kaffeekette Starbucks geriet dieser Tage erneut ins Fadenkreuz der Justiz. Grund dafür ist, dass der Kaffeeriese relevante Geschäftsdaten zurückhielt und sich damit der Publizitätspflicht widersetzte. Diese gilt unter anderem für GmbHs und dient dem Zweck der Transparenz gegenüber Stakeholdern wie Anteilseignern, Geschäftspartnern und Angestellten. Jene sollen durch die Veröffentlichung der Geschäftsdaten Informationen zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens erhalten.

Die im September 2013 fällige Bilanz des Geschäftsjahres 2011/2012 wurde laut Bundesamt für Justiz bis dato noch nicht veröffentlicht. Die Starbucks-Kette, deren Geschichte bis 1971 in Seattle zurückreicht, macht des Öfteren mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam und ist infolgedessen massiver Kritik ausgesetzt. Nicht zuletzt, da jene durch Umwege und Tricks in Ländern wie Deutschland und England trotz der Umsätze in Millionenhöhe nur einen Bruchteil der eigentlich fälligen Ertragssteuern zahlt. Lizenzzahlungen leistet das Unternehmen lediglich in Ländern mit geringen Steuersätzen, um die Ausgaben zusätzlich zu minimieren. Intern werden viel zu hohe Preise für deren Kaffeegetränke verrechnet, um künstlich hohe Kosten für den Jahresabschluss zu erzeugen.

Dies ist jedoch wie erwähnt nicht das erste Mal, dass die Geschäftsberichte verzögert veröffentlicht wurden. Bereits in den Jahren 2006, 2008 sowie 2009 musste die GmbH eine Strafe von je 2500€ für deren Offenlegungssäumnis zahlen. Angeblich seien diese Säumnisse auf fehlendes Personal zurückzuführen, da der Mitarbeiterwechsel im Raum Deutschland zu dieser Zeit zunahm.

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