Mokka

Mokka - auf die Zubereitung kommt es anUnter Mokka versteht man mehrfach aufgekochten, starken Kaffee aus feinstem Pulver, der für seinen hohen Koffeingehalt bekannt ist, in kleinen Tassen serviert und manchmal noch mit Gewürzen verfeinert wird. Mit Mokka verbinden viele Menschen entweder die typischen, kleinen Mokka-Tassen, aus denen dieser Kaffee getrunken wird oder aber eine Mischung aus Kaffee und heißer Schokolade. Letzteres ist eigentlich falsch, denn der ursprüngliche Mokka hat mit Schokolade nichts zu tun – der schokoladenartige Geschmack ist einfach eine Eigenheit der ursprünglichen Kaffeesorte Mokka.

Herkunft und Geschichte

Eigentlich ist mit Mokka eine ganz bestimmte, leicht schokoladig schmeckende Kaffeesorte aus dem Jemen gemeint. Der Name Mokka kommt von einer Hafenstadt aus dem Jemen, die al-Mokha heißt. Früher diente der dortige Hafen zur Verschiffung des Mokkas. Es waren die Syrer, denen im 16. Jahrhundert die damals sofort stetig wachsende Beliebtheit der Kaffeebohnen am Sultanshof zu verdanken ist.

Ganz früher wurden die Ibriks, also die kleinen Kännchen, in denen Mokka zubereitet wird, nicht direkt, sondern indirekt erhitzt, nämlich im heißen Bett aus Sand über einer Feuerstelle. Auch heute noch wird dies traditionell teilweise so gemacht.

Zubereitung

Mokka ZubereitungMokka kann recht einfach auch daheim zubereitet werden. Pro Tasse werden eine Tasse Wasser und ein Teelöffel des sehr fein gemahlenen Kaffees benötigt, dazu noch jeweils ein Teelöffel Zucker. Das Wasser wird im Ibrik zum Kochen gebracht, und sobald es zu kochen beginnt, kommt der Zucker hinzu. Dann wird der Mokka hinzugegeben und gut in das Wasser eingerührt. Der Mokka wird nun so zum Kochen gebracht und es wird sich Schaum bilden- hier muss jetzt abgewartet werden, bis der Mokka fast überkocht. Dann wird das Kännchen vom Herd genommen, damit sich der Schaum setzen kann – das Aufkochen wird jedoch noch etwa zweimal wiederholt. Auf diese Weise bildet sich jedes Mal etwas weniger Schaum, aber der Schaum, der sich dann im servierten Getränk befindet, ist ganz fein und zergeht regelrecht auf der Zunge.

Unterschiedlicher Mokka je nach Region

Je nach Land und Region wird etwas Anderes unter Mokka verstanden. In Deutschland bezeichnet man mit Mokka die bestimmte, arabische Art der Zubereitung des Kaffees, allerdings wird landläufig auch oft die Mischung aus Kaffee und Schokolade darunter verstanden. In den USA oder Großbritannien ist das ähnlich, denn auch hier wird unter Mokka mit Schokolade vermischter Kaffee verstanden, dem dann auch Milch bzw. Sahne zugefügt werden, was ursprünglicher Mokka nicht enthält. In Österreich wiederum ist mit Mokka eine Art Espresso gemeint, der allerdings mehr Wasser enthält. Auch in Griechenland wird Mokka getrunken, dieser wird jedoch, anders als arabischer oder türkischer Mokka, nicht gewürzt, dafür aber oft gesüßt.

Arabischer Mokka enthält oft etwas Kardamom – allerdings können auch Zimt, Nelken oder sogar Muskat zum Einsatz kommen, um dem Kaffee so eine aufregende Geschmacksnote zu geben. Das heiße, ungesüßte Getränk wird in der Türkei jedoch schon wieder anders serviert, denn hier wird der Mokka sehr wohl gesüßt und manchmal wird etwas Rosenwasser verwendet, um den Mokka geschmacklich zu verfeinern.

Mokkatassen und Mokkakannen

Eine traditionelle Mokka-TasseViele Menschen kennen die kleinen Mokkatassen, die oft besonders hübsche Bemalungen und Verzierungen aufweisen. Obwohl auch in Deutschland viele die kleinen Tässchen besitzen und in einer Vitrine zur Dekoration im Wohnzimmer stehen haben, werden sie hierzulande eher selten benutzt, da andere Kaffeearten einfach verbreiteter sind. Traditionell wird Mokka in den kleinen Tassen serviert – oft werden sie vorher noch erwärmt, damit die kleine Menge Flüssigkeit nicht so schnell wieder kalt wird.

Es gibt spezielle Mokkakannen, in denen Mokka traditionell zubereitet wird. Diese Kannen sind langstielig und werden Ibrik oder Cezve genannt. Damit der Mokka auch wirklich seinen exquisiten Geschmack entfalten kann, darf dieses Kännchen nicht aus billigem Stahl gemacht sein, denn dies könnte den Geschmack des Mokkas negativ beeinflussen. Verbreitet sind daher Cezves aus Kupfer oder Messing, innen verzinnt.