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Espresso in Italien: Das sollten Sie als Tourist beachten!

Espresso in Italien: Das sollten Sie als Tourist beachten!

Italien ist das Mekka f√ľr jeden Kaffeeliebhaber. Traditionelle Barista zelebrieren die Kaffeezubereitung und das schmeckt und sieht man. Auch das Ambiente stimmt: Sonne, rustikale M√∂bel, geselliges Geplauder. Dass dieses Kaffee-Vergn√ľgen nicht ganz billig ist, d√ľrfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Aber ist das wirklich so? Und wann ist √ľberhaupt der in Deutschland so beliebte Cappuccino angebracht und wann nicht? Ein kleiner ‚ÄěCaff√®‚Äú-Knigge.

Caffè ungleich Kaffee

In Italien ist der Caff√© traditionell ein Espresso. Filterkaffee gibt es zwar, aber das sollten Sie bei der Bestellung ausdr√ľcklich erw√§hnen. Es gibt sogar Lokalit√§ten, in denen ein sogenannter Caff√® tedesco gar nicht erst serviert wird. In Hotels und touristennahen Caf√©s wird er im Prinzip √ľberhaupt nur f√ľr die Touristen angeboten.

Der ‚ÄěTheken-Trick‚Äú

Wenn man b√∂se w√§re, k√∂nnte man das als Touristenfalle bezeichnen. Man k√∂nnte aber auch sagen, dass die meisten Urlauber einfach nur schlecht informiert sind. Denn: f√ľr den schnellen Espressogenuss an der Theke ‚Äď stehend versteht sich ‚Äď gelten gesetzlich festgelegte H√∂chstpreise. Die sogenannten ‚Äěal banco‚Äú-Preise sind f√ľr alle Bars, egal ob gro√ü oder klein, namhaft- oder alternativ, in Mailand oder in einem kleinen Provinzd√∂rfchen gelegen, verbindlich. Die genauen Preise sind jedoch von der Region abh√§ngig, wobei sie maximal 1 Euro betragen. Ganz anders die Preise am Tisch. Hier darf der Wirt selbst entscheiden, welchen ‚ÄěServicezuschlag‚Äú er verlangt. In Venedig beispielsweise gut und gerne auch mal 6 Euro aufw√§rts. Das kann es aber nat√ľrlich immer noch wert sein. Meistens ist es noch so, dass sich die ausgeschriebenen Preise auf den Verzehr an der Theke beziehen. Ein Blick in die Tischspeisekarte sollte man deshalb auf jeden Fall riskieren!

Cappuccino zum Fr√ľhst√ľck

Streng genommen ist der Cappuccino eigentlich nur zum Fr√ľhst√ľck angemessen. Denn nach 11 Uhr ist er von den Italienern etwas verp√∂nt. Vorstellbar nur noch, wenn es drau√üen kalt ist. Warum das so ist? Ein Cappuccino gilt als schweres Getr√§nk, das nicht verdauungsanregend ist, sondern in erster Linie selbst verdaut werden muss. Wenn man sich dieser Tradition nicht widersetzen will, aber dennoch etwas Milch zu seinem Espresso m√∂chte, dann gibt es als Alternative den sogenannten Caff√© macchiatto (ein mit Milch befleckter Espresso, also fast ein Mini-Cappuccino ohne Schaum). W√§hrend es an dieser Stelle noch eine Toleranzgrenze gibt, ist es in Italien ein absolutes ‚ÄěNo-Go‚Äú einen Cappuccino direkt nach der Mahlzeit zu bestellen. Hier muss Espresso getrunken werden, wenn man sich nicht sofort als deutscher Tourist outen m√∂chte.Abschlie√üend sei noch gesagt, dass es keine festen ‚ÄěKaffeezeiten‚Äú in Italien gibt. Espresso wird rund um die Uhr und √ľberall getrunken. Auch ist das Glas Wasser zum Espresso keinesfalls obligatorisch wie oftmals berichtet wird. Zwar wird in den meisten F√§llen ein Wasser gratis mitserviert, aber das ist nicht typisch italienisch.

Author: Luca Meyer

Luca ist nicht nur ein talentierter Barista, sondern auch ein leidenschaftlicher Blogger, der es versteht, seine Liebe zum Kaffee in mitreißenden Artikeln zum Ausdruck zu bringen. Er nimmt die Leser mit auf eine Reise durch die Welt des Kaffees, stellt neue Röstereien vor, teilt seine neuesten Entdeckungen und gibt wertvolle Tipps zur perfekten Zubereitung.

Als engagierter Kaffeekenner achtet Luca auch auf Nachhaltigkeit und ethischen Konsum. Er widmet sich Themen wie fairem Handel, umweltfreundlichen Anbaumethoden und unterst√ľtzt lokale Kaffeebauern und -produzenten.

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