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Kaffee richtig aufbewahren - 4 Tipps, wie ihr euren Kaffee frisch haltet

Kaffee richtig aufbewahren - 4 Tipps, wie ihr euren Kaffee frisch haltet

Gesetzlich ist Kaffee zwar 12 Monate haltbar, grunds√§tzlich gilt aber: Mit jeder Stunde, die wir ausgegasten Kaffee lagern, verliert er ein bisschen mehr seines Aromas. F√ľr Kaffeefans wie uns ist das der absolute Albtraum. Aber: Wenn man wei√ü, wie Kaffee verpackt und gelagert werden sollte, kann man den Aromenverlust ein wenig hinausz√∂gern. Hier deshalb unsere 4 Tipps, wie ihr euren Kaffee m√∂glichst lange frisch haltet.

Aufs Röstdatum achten

R√∂stfrisch? R√∂stfrisch! Als echter Kaffeeliebhaber gibt man sich nicht mit Kaffee zufrieden, der schon seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten im Regal einstaubt. Deshalb sollte man immer aufs R√∂stdatum achten. Den optimalen Geschmack haben Kaffeebohnen vier bis f√ľnf Tage, nachdem sie ger√∂stet wurden. Kommen die Kaffeebohnen gerade frisch aus der R√∂sttrommel, m√ľssen sie erst noch einige Tage ‚Äěausgasen‚Äú, weil der Kaffee sonst bitter schmeckt. An der Stelle ein kleiner Tipp: Wie frisch die Bohnen sind, kann man an der Schaumkrone erkennen. Denn: Ist noch ein bisschen CO2 in den Bohnen, das mit dem Wasser reagiert, entsteht ganz automatisch eine sch√∂ne Crema. Ist die Schaumkrone dagegen dunkel und d√ľnn, enth√§lt der Kaffee so gut wie kein CO2 mehr und wurde schon zu lange gelagert. Hei√üt also: Wenn die Bohnen nach vier bis f√ľnf Tagen genug CO2 abgegeben und ihre Geschmacksaromen entfaltet haben, tickt auch schon die Uhr. F√ľrs volle Aroma sollte man Kaffee innerhalb der ersten vier bis acht (aller sp√§testens zw√∂lf) Wochen nach der √Ėffnung verbrauchen. Vorgemahlenen Kaffee sollte man sogar sp√§testens 14 Tage nach Anbruch der Packung verbraucht haben. Womit wir auch schon bei unserem zweiten Tipp w√§ren...

Ganze Bohnen kaufen

Gemahlener Kaffee verliert deutlich schneller seinen Geschmack als ganze Bohnen. Kein Wunder, schlie√ülich dient die Bohne als nat√ľrliche ‚ÄěAroma-Schutzkapsel‚Äú, wohingegen nach dem Mahlen das Aroma in der gesamten Umgebung verstr√∂mt. Der Grund daf√ľr ist eigentlich ganz simpel: Kaffee verliert an Geschmack, wenn er mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Wird der Kaffee gemahlen, vergr√∂√üert sich seine Oberfl√§che um ein Vielfaches. Dadurch wird der sog. Oxidationsprozess beschleunigt , weil man dem Sauerstoff mehr Angriffsfl√§che bietet und das Kaffeemehl schneller Feuchtigkeit aufnimmt als ganze Bohnen. Wir empfehlen deshalb, den Kaffee immer frisch zu mahlen. Hier hei√üt es: Lieber einmal zu viel mahlen als zu wenig. Eine Faustformel besagt, dass der gemahlene Kaffee schon in den ersten 40 Minuten die H√§lfte seines Aromas verliert. Also am besten nur so viel Kaffee mahlen, wie man dann auch wirklich verbraucht.¬†

Kurz und knapp gilt beim Bohnen-Kauf also der Grundsatz: Keine halben Sachen ‚Äď immer ganze Bohnen kaufen.¬†

Richtig lagern

Oft verliert Kaffee gerade deshalb so schnell sein Aroma, weil er nicht richtig gelagert wird. Zu den Feinden frischer Kaffeebohnen zählen vor allem Feuchtigkeit, Sauerstoff, Wärme, Licht und Geruchserreger.

Die richtige Lagerung beginnt also mit der Verpackung. Gute R√∂stereien verwenden immer luftdichte Verpackungen mit einem so genannten Aromaventil. Das Aromaventil sorgt daf√ľr, dass das von den Bohnen ausgesto√üene Kohlendioxid (CO2) aus der Packung entweichen kann, ohne das gleichzeitig Luft von au√üen hereinstr√∂mt. So k√∂nnen die Bohnen r√∂stfrisch verpackt werden und in der Packung ausgasen. Ohne ein solches Ventil w√ľrde die Packung beim Ausgasen aufplatzen. Au√üerdem sollte die Verpackung nicht lichtdurchl√§ssig sein, da auch Licht zu den gr√∂√üten Geschmacks-Killern von Kaffee geh√∂rt.
Die Kaffeebohnen zum Schutz vor W√§rme und Licht im K√ľhlschrank zu lagern, ist keine gute Idee. Da ist der Kaffee nicht nur Feuchtigkeit ausgesetzt, sondern auch jeder Menge anderer Ger√ľche. Und wer will schon, dass der Kaffee am Ende nach K√§se und Wurst schmeckt. Wir raten also immer, den Kaffee ‚Äď wenn vorhanden ‚Äď in einer Vorratskammer oder einem dunklen Schrank bei Raumtemperatur aufzubewahren. Hat man aber gerade aus irgendeinem Grund viel zu viel Kaffee im Haus und kann die Bohnen gar nicht innerhalb der n√§chsten zw√∂lf Wochen aufbrauchen, gibt es noch die Option, den Kaffee einzufrieren. Das sollte man allerdings nur tun, wenn man die M√∂glichkeit hat, die Bohnen vorher einzuvakuumieren. Ansonsten schmeckt der Kaffee n√§mlich auch hier schnell mal nach der eingefrorenen H√ľhnersuppe von letzter Woche.¬†

Allzweckwaffe Kaffeedose

Ihr merkt: Durch die richtige Lagerung kann man viele Aromen sch√ľtzen. Echte Kaffeeliebhaber sollten deshalb eine spezielle Kaffeedose im Haus haben. Solche Dosen erh√§lt man in jedem (Online-)Shop f√ľr Kaffeezubeh√∂r. Gute Kaffeedosen sind aus Metall, Keramik, oder Porzellan ‚Äď also hygienischen Materialien, die anders als z.B. Plastik keinen Eigengeruch haben. Au√üerdem sollten sie luftdicht und undurchsichtig sein und Feuchtigkeit fernhalten. Kurz: Eine gute Kaffeedose bringt alles mit, um die Bohnen vor den √ľblichen Aromen-Killern zu sch√ľtzen. Es gibt sogar Dosen, die eine Vakuumierungsfunktion haben und damit die eingedrungene Luft f√ľr die Lagerung wieder absaugen. Aber auch wenn die Dose ein Vakuum erzeugen kann, gilt: Man sollte die Bohnen nicht umsch√ľtten, sondern in ihrer Originalverpackung in die Kaffeedose stellen und die Dose nie zu lange offen stehen lassen. Denn je l√§nger der Kaffee mit Sauerstoff in Kontakt kommt, desto mehr Aromen verliert er.

Ihr merkt: Mit unseren vier Tipps könnt ihr den Aromenverlust ein bisschen hinauszögern, aber der beste Zeitpunkt, um Kaffee zu trinken ist immer: jetzt. 

Author: Luca Meyer

Luca ist nicht nur ein talentierter Barista, sondern auch ein leidenschaftlicher Blogger, der es versteht, seine Liebe zum Kaffee in mitreißenden Artikeln zum Ausdruck zu bringen. Er nimmt die Leser mit auf eine Reise durch die Welt des Kaffees, stellt neue Röstereien vor, teilt seine neuesten Entdeckungen und gibt wertvolle Tipps zur perfekten Zubereitung.

Als engagierter Kaffeekenner achtet Luca auch auf Nachhaltigkeit und ethischen Konsum. Er widmet sich Themen wie fairem Handel, umweltfreundlichen Anbaumethoden und unterst√ľtzt lokale Kaffeebauern und -produzenten.

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