Jura Impressa XJ9 Professional – High-End Kaffeevollautomat im Test

Jura Kaffeemaschine im TestWir haben zu Testzwecken eine neue Kaffeemaschine – die Jura Impressa XJ9 Professional – in unserem Büro aufgebaut, die dem täglichen Ansturm kaffeesüchtiger Kollegen und Kolleginnen besser standhalten soll. Denn wie der Name schon verrät, eignet sich das High-End Gerät vor allem für den professionellen Einsatz und schafft ohne Probleme bis zu 60 Tassen am Tag. Der Jura Kaffeevollautomat im Test.

Jura – Kaffeevollautomaten und mehr

Die Marke Jura ist schon fast so etwas wie ein Synonym für Kaffeevollautomaten. Kein Wunder: Fast 100% des Umsatzes erwirtschaftet das Schweizer Unternehmen mit dem Kaffeemaschinen-Geschäft. Nur wenige wissen überhaupt, dass Jura auch andere Haushalts-Elektrogeräte im Sortiment hat. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf das sog. Premium-Segment und punktet dabei vor allem in den Kapiteln Design, Zuverlässigkeit und innovative Technik. Zur kompletten Jura Firmengeschichte.

Auf den ersten Blick: Design und Material

Die XJ9 Professional ist ein absoluter Blickfang. Das Design wirkt elegant und wertet jede Büroküche optisch auf. Für ein modernes Ambiente sorgt auch die weiße LED, welche die untergestellte Tasse in Szene setzt. Trotz der vielen technischen Komponenten ist die Maschine noch angenehm kompakt was die Maße betrifft.

Gewicht: 13 kg, Breite: 34 cm, Höhe: 50 cm, Tiefe: 44 cm

Wir hätten uns für den stolzen Preis von ca. 3000 Euro einzig etwas weniger Plastikanteil gewünscht und stattdessen mehr Aluminium oder Edelstahl bevorzugt. Der verchromte Bohnenbehälter und die edel anmutenden Düsen werden dadurch aber ins Zentrum gerückt. Farblich dominiert die Farbe Brillantsilber, die sich über die Front und die Oberseite der Maschine zieht. Die Seiten wiederum sind matt-schwarz.

Die Jura Impressa XJ9 Professional im Test
Die Jura Impressa XJ9 Professional

Im Alltag: Bedienung und Technologie

Die Jura wird hauptsächlich über die 6 Knöpfe links und rechts neben dem 3,5“ großen TFT-Farbdisplay bedient, die wiederum abhängig sind von der jeweiligen Display-Anzeige. Der Startbildschirm zeigt dabei die möglichen „Produkte“ an: Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato, Kaffee, Milch und heißes Wasser. Wer sich also ganz normal eines der genannten Kaffeespezialitäten zubereiten möchte, der kann dies – wie bei Vollautomaten üblich – vollautomatisch per Knopfdruck tun. Vorher gilt es natürlich eine Tasse oder ein Glas unter die Auslaufdüse stellen, welche übrigens in der Höhe frei bis zu einer maximalen Höhe von 150 mm justierbar ist. Bei aller Vollautomatik gibt es aber noch genug Raum für individuelle Wünsche und Anpassungen. Wie man diesen Kaffeevollautomat richtig reinigt, lest ihr hier.

Standard-Einstellungen

Nachdem man ein Produkt gewählt hat, stehen während der Zubereitung folgende Konfigurationen zur Auswahl:

  • Stärke: Eher mild oder kräftig? Von einer Skala von 1 – 5 (leicht, mild, normal, kräftig, stark) findet jeder die passende Stärke.
  • Milchmenge: Auslaufzeit (!) der Milch in Sekunden einstellbar.
  • Kaffeemenge: Wie viel ml Kaffee dürfen es sein? In 5er Schritten kann man die standardmäßigen 100 ml anpassen.

Neben den 6 Hauptmenü-Buttons gibt es an der Oberseite der Maschine noch 3 weitere Knöpfe:

  • On/Off-Schalter: Maschine ein- bzw. ausschalten. Achtung: Vollständig wird der Automat aber auf der Rückseite ausgeschaltet.
  • P-Taste: Im sog. Programmiermodus können die Standardeinstellungen angepasst werden.
  • Rotary-Switch: Die Taste leuchtet z.B. rot auf, wenn ein Reinigungsprogramm ansteht. Der Druck auf die Taste setzt es dann in Gang. Der Rotary Swich fungiert zudem als Alternative zu den Pfeiltasten im Display während der Zubereitung. So kann man damit Stärke, Milch- und Kaffeemenge durch Drehen bestimmen.

Anfangs mag man von der Fülle an Einstellungsmöglichkeiten und der doch recht umfangreichen Bedienung ein bisschen erschlagen sein, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase gelingt die das Aufbrühen des Lieblingskaffees intuitiv.

Technikübersicht

In Bezug auf die verbaute Technik hat sich Jura ebenfalls nicht lumpen lassen:

  • Milchaufschäumer mit Feinschaumtechnologie: Die Impressa verwöhnt mit cremig aufgeschäumter Milch. Das funktioniert standardmäßig über einen Schlauch, den man z. B. in die Milchtüte hängt. Für die perfekte Konsistenz ist es aber empfehlenswert einen Milchkühlbehälter anzuschaffen, der die Milch auf 4 – 8 Grad kühlt. Etwas nervig, aber aus hygienischen Gründen nachvollziehbar, ist die Tatsache, dass nach jeder (!) Milchzubereitung eine Spülung des Milchsystems angesagt ist. Eine entsprechende Aufforderung steht dann im Display, außerdem leuchtet der Rotary Switch rot. Jetzt gilt es ein Gefäß unter die Düse zu stellen und den leuchtenden Knopf zu betätigen. Am Ende des Tages wird gar eine komplette Reinigung mit speziellem Milchsystem-Reiniger empfohlen. Wir meinen: Das Durchspülen mit warmen Wasser tut es auch, sofern man es regelmäßig macht.
  • Aroma+ Mahlwerk: Im Grunde reduziert das Aroma+ Mahlwerk die Mahldauer bei gleichzeitig intensiverem Aroma. Außerdem ist es Bestandteil des Sound Designs. Die Jura Impressa XJ9 Professional ist nämlich äußerst leise, was eben unter anderem an dem neu konzipierten Mahlwerk liegt, welches bis zu 50% geräuschärmer arbeitet als vergleichbare Mahleinheiten. Außerdem kann der Mahlgrad stufenlos reguliert werden.
  • Reinigung und Hygiene: Die Tüv-zertifizierte Maschine reduziert den Reinigungs- und Pflegeaufwand auf ein überschaubares Maß. Spül- und Entkalkungsprogramme sind integriert und melden sich im Bedarfsfall via Display-Anzeige. In der Regel passiert dies nach 200 Anwendungen und dauert 20 Minuten. Der Status wann die nächsten Reinigung fällig ist, ist auch jederzeit abrufbar und wird als Balkendiagramm angezeigt.

Fazit

Wir möchten schon jetzt den neuen Kaffeevollautomaten nicht mehr missen: Besser wird der Kaffee aus einer vollautomatischen Maschine vermutlich nicht mehr! Hinzu kommt der äußerst geringe Zeitaufwand. Gerade im Büro ist das Gerät ein einziger Luxus. Die Kritikpunkte (hoher Plastikanteil, permanente Reinigungsaufforderungen) sind eigentlich nur in Hinblick auf den hohen Anschaffungspreis als solche wahrzunehmen. Alles in allem hat der Jura Vollautomat unseren Test mit Bravur bestanden.

13 Kommentare zu “Jura Impressa XJ9 Professional – High-End Kaffeevollautomat im TestKommentar schreiben →

  1. Super Test. Ich bin aktuell auf der Suche nach einem Vollautomaten. Jetzt weiß ich wirklich, woran ich mit diesem Gerät bin. Herzlichen Dank für die Info!

    1. Hallo Antje,

      freut uns, dass wir dir weiterhelfen konnten! Wir testen auch regelmäßig unterschiedliche Kaffee-Sorten – einfach ab und an mal bei uns vorbei schauen 🙂

      Viele Grüße,
      Dein kaffee.org-Team

  2. Der XJ9 von Jura ist ein richtiger Allrounder. Außerdem Optisch schwer zu schlagen. Es ist schon erstaunlich, was für’n guten Kaffee so ein Vollautomat hinbekommt. Man hört ja oft, dass Siebträgermaschinen im Vergleich den durchaus besseren Kaffee zubereiten. Wobei das ja auch sehr auf den/der Bediener/in ankommt. Aber ein Kaffeevollautomat in dieser technischen Ausführung steht meiner Meinung nach den Siebträgern in nichts nach.

    1. Hallo Walde,

      da können wir dir nur Recht geben! Die Maschine steht nun seit mehreren Monaten bei uns im Büro und wir sind immer noch sehr zufrieden damit. Wir haben nun auch einen externen Milchkühler für leckeren Capuccino oder Latte macchiato auf Knopfdruck.

  3. Hallo

    Danke für den super Test!
    War sehr ausführlich und hilfreich bei der Entscheidung.

    Am Donnerstag haben wir die Maschine bekommen, heute ( Montag) ist sie kaputt.
    Ein Techniker versucht bereits den ganzen Tag sie zu reparieren.
    Der Kaffe war sehr gut, die Milchschaumfunktion war ein Traum und die Maschine war extrem leise.

    In unserem Büro arbeiten 8 Kaffetrinker, die Maschine hat leider keine 3 Tage überlebt.
    Für die investierte Summe erwartet man sich dann doch eine etwas längere Laufzeit.

    1. Hallo Dani,

      schön, dass wir bei der Kaufentscheidung helfen konnten! Überhaupt nicht schön ist natürlich deine Erfahrung… bei uns ist die Maschine jetzt seit knapp 6 Monaten im Einsatz und läuft wie am ersten Tag.

      Kannst du uns schon verraten, was die Diagnose des Technikers war?

      VG
      Tobias

  4. Hallo,

    bei uns läuft die Maschine seit einigen Wochen. Was allerdings ein wenig irritiert ist die Tatsache, dass beim Beginn der Kaffeeausgabe immer noch ein kleiner Rest vom vorherigen Kaffee aus den Düsen strömt – beim ersten Kaffee, nach der Spülung, also klares Wasser. Das war von Anfang an so. Könnt ihr das bestätigen? Scheint mir für so ein Gerät nicht gerade angebracht…

    1. Hallo chris,

      ja das haben wir in der Tat auch schon bemerkt. Leider findet sich kein entsprechender Hinweis in der Bedienungsanleitung, woran das liegen könnte. Ob es wirklich eine Art Spülung ist, können wir also weder bestätigen noch verneinen. Wir werden das Phänomen aber genauer beobachten und ggf. mit Jura in Kontakt treten.

      Zwischenfazit: Unschön ja, aber sehr wahrscheinlich normal und harmlos. 🙂

      1. Harmlos wohl für die meisten, dem *echten* Italiener verdünnt das aber den Ristretto 🙂

        Ich meinte nicht dass es eine Spülung an sich ist, sondern einfach ein Rest des vorherigen Ganges. Sieht man daran, dass wenn der eine Spülung war, dann ist dieser Spritzer klares Wasser, wenn es ein Kaffee war, dann sozusagen dessen Nachlauf

  5. Wir haben auf la Palma ein kleines Kaffee Coffe & Cake in Punta Gorda.
    Unsere Erfahrung mit der xj9 und dem Umgang mit Jura ,dem VERKAUF Herrn Rodriguez und dem export,Frau Ebli,der Kundendienst nach mehreren Monaten reperaturversuchen konnte die Maschine nicht reparieren. eine Schande für Jura.
    Die erste Maschine holten wir aus der Kaffeewelt persönlich ab.Beim ausprobieren, lief der Kaffee unter der Maschine aus.Am nächsten Tag beim Umtausch wurde uns gesagt soetwas passiert nur bei der 10 000.Maschine einmal.
    Nach einem Jahr in dem alles funktionierte,lief das Wasser unter der Maschine aus.Jetzt hat man vorgeschlagen die Maschine im Werk zu untersuchen.Wir Haben Transportkosten und Reperaturkosten b ezahlt.Das allerschlimmste ist das endlose warten null information weil man sich durch seine Reklamation schon unbeliebt gemacht hat. Sie können meine mail adr.gern öffentlich machen weil ich Jura schon mit Verbraucherschutz CH und Kaufpreisrückerstattung informiert habe.Sie können mir die Adr zukommen laßen bitte.

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